Nach meiner Weltreise war ich fast nur in Deutschland unterwegs – mit Ausnahme von zwei Kurztrips nach Paris und London.
Mein Arbeitgeber, den ich nach meiner Reise und Arbeitslosigkeit gefunden habe, war zudem wenig aufgeschlossen, was längere Auszeiten über 2 Wochen anbelangte. Letztlich wurden mir aber drei Wochen bewilligt.
Meine Idee stand damit fest: drei Wochen Marokko. Ich buchte lediglich die Fluge vor und wollte in Agadir starten und mich nach Tangier hocharbeiten und von dort den Rückflug angehen.
Ich befinde mich nun an Tag 14 dieser Reise und ich struggle sehr. Ich liebe es mich frei zu fühlen, die kulturellen Unterschiede machen mir dieses Mal aber mehr zu schaffen als ich ahnen konnte – und damit möchte ich ausdrücklich nicht sagen, dass ich mich unsicher fühle. Es ist eher der ständige Gedanke, nicht negativ auffallen zu wollen. Das betrifft vor allem eine Sache, die mir herausragend wichtig im Leben ist: Sport. Normalerweise suche ich einfach Platze auf, um dort mein Programm durchzuziehen. Ich habe hier allerdings oft das Gefühl, zu stören und – da ist es wieder – negativ aufzufallen.
Keinen Sport zu machen, die Sprache nicht zu sprechen und täglich das Gefühl zu haben, maximal übers Ohr gehauen zu werden, setzte mir allerdings so zu, dass ich meinen Flug umbuchte und nach 14 Tagen den Heimritt antrete.
Dieser Gedanke entflammte das erste Mal nach acht Tagen und da die Herausforderungen nicht abschwillen würden und mein Körper sich auch mit gesundheitlichen Themen meldete (Magen-Verstimmung, Fieberträume, Akneausbruch), riss ich die Reißleine.
Diese Zeilen schreibe ich gerade aus dem Zug nach Tanger, von wo mein Flug um 17 Uhr gehen wird. Marokko wird mir trotzdem positiv im Gedächtnis bleiben, denn das Land und die Leute sind super. Ich werde bei Marokko an lächelnde, wohlgesonnene Menschen denken, an Sonne, an die ganzen Markthallen, guten Fisch, das Land des Couscous und der Tajine.
Es war wohl an der Zeit sich einzugestehen, dass ich 1. zu müde vom Weglaufen vor der Realität bin und 2. man kann sich in noch so schöner Umgebung aufhalten, wenn das Innere nicht passt, kann man das Äußere kaum genießen.
Hier geht’s zu meinen Büchern:
Mein Kurzgeschichten-Roman „Ein richtig gutes Jahr“ als Hardcover und ebook.
Meine Workbooks zur täglichen Seelenpflege.
Mein Workbook „Die Lebensbilanz“ zum Bilanzziehen mit dem Leben.
Hinweis: Als Autorin verdiene ich an den Buchverkäufen mit. Die Tantieme weichen dabei von Anbieter zu Anbieter ab. Danke für die Unterstützung meiner schriftstellerischen Reise.
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