Alles, was ich in meinem Leben bisher gemacht und geschafft habe, hat nie sonderlich aus der Masse herausgestochen.
Ich bin früher viel gelaufen. In meinem Dorf war ich super schnell, sobald ich mein Dorf verließ, war ich nur noch Mittelmaß.
In der Schule war ich zwar ziemlich gut, aber am Ende bin ich auch da nicht herausgestochen. Das hat sich auf der Uni dann natürlich fortgesetzt. Mein Studienabbruch kam dem Stempel Mittelmaß natürlich gelegen.
Das duale Studium, was ich sodann anfing, weil ich nicht wusste, was ich sonst machen sollte, war ebenfalls von mittelmäßigen Noten durchzogen. Im Job war ich auch weder ein Highperformer noch ein Lowperformer. Ich war irgendwas dazwischen – zumindest solange bis ich quiet quitting betrieb.
Wie viele andere habe ich dann gekündigt und bin gereist. Wieder eine von vielen. Die gleichen Wege und Routen, die andere bereits gelaufen waren.
Und nun bin ich zurück in Deutschland und diese Mittelmäßigkeit kotzt mich an. Ich will mich mit diesem Leben nicht zufrieden geben: ein mittelmäßig gut bezahlter Job; ein 9-To-5, der das Leben auf zwei Tage in der Woche begrenzt.
Das soll es gewesen sein? Ich hatte so viele Wünsche, Ideen und Ziele, als ich jünger war. Und als weiße Person hatte ich es durchaus einfacher, etwas aus mir zu machen. Wie bin ich also in dieser Mittelmäßigkeit gelandet?
Eine Antwort: ich habe mich von meinen Talenten durch Außenstehende ablenken und beeinflussen lassen. Davon kann man nicht leben. Das kannst du nicht. Das schaffst du nicht.
Während meines Burnouts konnte ich nicht mal mehr sagen, was ich gerne mache. Mir machte nichts mehr Freude. Und irgendwie fühlte sich alles zu spät an. Zu spät nochmal umzusatteln, zu spät etwas aus meiner Sportleidenschaft zu machen, zu spät für alles. Ich hatte meine Chancen verpasst.
Aber wer genau sagt das? Die Gesellschaft. Aber vor allem mein Kopf. Da ist er wieder: der innere Saboteur meines Lebensglücks. Es ist nie zu spät, bis es zu spät ist.
Nun gut, aber was will ich eigentlich? Was kann ich eigentlich? Wer bin ich eigentlich? Ich will frei sein. Jeden Tag ohne Wecker und äußere Umstände das tun, wonach mir ist. Dafür brauche ich in dieser kapitalistischen Welt Geld und freie Zeit. Und wie bekomme ich das? Da sind wir wieder: was kann ich eigentlich?
Ich schreibe gerne. Ansonsten gäbe es diesen Blog nicht. Aber kann ich das eigentlich? Wenn ich meinen inneren Kritiker frage, ist die Antwort klar: nein. Wenn ich mir wohlgesinnte Menschen frage: ja. Wenn ich die Verkaufszahlen anschaue: nein.
Ich mache gerne Sport. Aber kann ich das? Ich bin Amateur, keine Kämpfe, einige Wettkämpfe im laufen in der Vergangenheit. Meine Antwort: nein. Meine (Erfolgs-) Bilanz: eine von vielen Amateuren, vielleicht etwas besser als der Durchschnitt – zumindest damals.
Und nun? Doch im 9-to-5 bleiben? Angestellt sein, das kann ich. Zumindest für eine Zeit und der innere Widerstand nicht unhändelbar bleibt.
Was kann ich eigentlich? Diese Frage hält mich wach. Diese Frage bleibt für heute unbeantwortet.
Und bis dahin, vielleicht interessieren dich meine Buchprojekte:
Hier geht’s zu meinem Kurzgeschichtenroman und meine Learnings auf Reisen.
Hier geht’s zu meinen Workbooks zur täglichen Seelenpflege.
Hier geht’s zur Lebensbilanz um einmal ehrlich mit euch ins Gericht zu gehen.
Hinweis: Als Autorin verdiene ich an den Buchverkäufen mit. Die Tantieme weichen dabei von Anbieter zu Anbieter ab. Ich danke dir von Herzen für deine Unterstützung meiner kreativen Reise.
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