Zeit ist da – bis sie es nicht mehr ist

Am Wochenende hatte ich mal wieder so einen Moment von Was mache ich hier eigentlich? Eine weitere Woche in den Fängen des Hamsterrads war vorüber und wirkliche Highlights hatte ich nicht zu verzeichnen, auch weil mich meine Gesundheit ein paar Tage ans Bett fesselte.

Diese Zwangspause nutzte ich, um mir die Serie 4 Jahre – 8 Paare anzuschauen. Neben der Tatsache, dass nur noch ein Paar zusammen geblieben war, schockierte mich die letzte Folge. *Spoiler* Ein Paar, und zwar das, das am Ende noch zusammen war, erlebte einen heftigen Schicksalsschlag, der das Leben von heute auf morgen komplett veränderte. Der Ehemann, ein witziger, aktiver und promovierter Mann, erlitt ein Gehirngerinsel und war danach stark beeinträchtigt. Er konnte nicht mehr laufen oder sprechen. Ich saß schockiert vor dem Fernseher und natürlich löste das Gesehene viele Gedankengänge aus.

Vor einiger Zeit habe ich das Workbook Die Lebensbilanz veröffentlicht, indem es genau darum geht: wir halten unsere Lebenszeit für selbstverständlich, verschieben Vornahmen und Ziele und erwischen wir uns immer wieder bei hätte-würde-könnte-Formulierungen, bis es zu spät ist.

Die Doku hat mir mal wieder die Fragilität unseres Seins aufgezeigt. Sie hat mir gezeigt, dass ich meine Zeit, auch wenn sie momentan viel vom Hamsterrad gesteuert und eingenommen wird, mehr schätzen und leben muss. Ich will mir nicht vorwerfen, etwas nicht getan zu haben oder mir die Chance nehmen, Dinge auszuprobieren.

Schön und gut. Aber was bedeutet das konkret? Was kann ich heute konkret umsetzen, um meine Zeit mehr zu nutzen? Was kann ich tun, um mehr Endorphine in meinen Alltag zu integrieren?

Bewegung + Präsenz + Abschluss

Wir nutzen unsere Zeit nicht, indem wir mehr erledigen, sondern indem wir präsenter leben. Endorphine entstehen dort, wo wir uns bewegen, uns beteiligen und dem Alltag nicht ausweichen. Mich hier am Abend nach der Arbeit hinzusetzen und diese Worte zu tippen, lässt mich beteiligen. Die Schritte, die ich beim Gehen, Laufen oder beim Sport sammle, lassen mich lebendig fühlen. Und abends meine Dankbarkeitsliste zu füllen, bietet für mich den idealen Abschluss eines Tages.

Was wirst du tun, um dich lebendiger zu fühlen? Teile deine Gedanken und Ideen gerne mit.

Hinweis: Als Autorin verdiene ich an den Buchverkäufen mit. Die Tantieme weichen dabei von Plattform zu Plattform ab. Danke, dass du meine schriftstellerische Reise unterstützt.

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