Seit einigen Monaten stieß ich über diverse soziale Medien auf das Buch „Der Weg des Künstlers – Ein spiritueller Pfad zur Aktivierung unserer Kreativität“ von Julia Cameron. Da ich trotz meiner minimalistischen, fast schon frugalistischen Art nicht vor Trends und dessen Wirkung sicher bin und ich gerne lese, entschied ich mich, das gehypte Buch selbst zu erwerben und zu testen.
Das Buch ist chronologisch geordnet und führt mit Übungen und Impulsen von Woche zu Woche. Für alle Wochen werden dabei zwei Pflichtaufgaben auferlegt: Morgenseiten und Künstlertreffs.
Als Morgenseiten bezeichnet die Autorin drei Seiten, die jeden Morgen zu füllen sind. Der Inhalt dieser Seiten ist dabei nebensächlich. Mit der Zeit soll dieses Schreiben dabei helfen, die inneren Stimmen näher zu identifizieren und kreative Blockaden zu lösen. Unter dem Begriff Künstlertreff verstecken sich letztlich Dates mit dem inneren Kind. Das Buch gibt dabei einige Impulse, wie man diese Treffen gestalten kann. Letztlich soll man sich bei deren Gestaltung an Aktivitäten und Dinge halten, die einem in der Vergangenheit Freude bereitet haben.
Bisher kann ich die Leseerfahrung als positiv bezeichnen. Die Lektüre geht leicht von der Hand und mit der Zeit habe ich mich an die steten Verweise zu einem Gott oder Schöpfer gewöhnt. Da ich Agnostikerin bin, finde ich solche Bezeichnungen immer fraglich und ausgrenzend.
Die Morgenseiten habe ich seit Lektürenbeginn täglich durchgeführt. Und ich muss zugeben, dass mir dieses tägliche Schreiben Spaß macht. Dieser Start in den Tag resettet meine gedankliche Festplatte und ich kann den Tag positiver starten. Die halbe Stunde, die ich in diese Seiten investiere, lohnen sich und meine Morgenroutine, die bisher aus ayurvedisch-angehauchtem Porridge und Feelgood-Videos bestand, hat eine gute Ergänzung erfahren.
Allerdings muss ich zugeben, dass ich mit den Künstlertreffs bisher stiefmütterlich umgegangen bin. Bis auf eine Schaukelei mit einer Freundin und dem kurzen Bedienen eines Trampolins habe ich dieses To do eher geschlampt. Insofern kann ich an dieser Stelle auch noch kein Gesamteindruck schildern.
Ich muss aber zugeben, dass ich den Hype des Buches verstehen kann. Sich mit seinen inneren Stimmen und innerem Kind zu verbinden, kann Blockaden lösen – und zwar nicht nur kreative. Meiner Beobachtung nach sind Menschen, die ihr inneres Kind am Leben erhalten, die Glücklichsten. Alle Übungen und Bücher, die diese Rückbesinnung fördern, haben meine grundsätzliche Zustimmung.
Ich halte euch auf dem Laufenden, wie meine Aktivierung der Kreativität weitergeht. Ob auf die Morgenseiten zurückzuführen oder nicht: eine neue Romanidee ist seit einigen Wochen geboren…
Bis dahin schau gerne bei meinem ersten Roman vorbei oder begib dich auf deinen eigenen Weg zur Intuition mit einem meiner Workbooks.
Hinweis: Als Autorin verdiene ich an den verkauften Exemplaren mit. Die Höhe der Tantieme weicht dabei von Anbieter zu Anbieter ab. Ich danke dir, dass du mit deinem Kauf meine Arbeit unterstützt!
Bis zum nächsten Update!
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